Wenn die Affen rufen


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Ich wurde heute Morgen wieder mal von den Rufen der Affen aus dem Bett geholt. Nur wenige Minuten, nachdem ich von wildem Vogelgezwitscher aufgewacht war, wurden auch die Affen wach.  Ich erinnere mich, als ich die ersten Affen gehört habe. Das war weder in einem deutschen Zoo noch in Nicaragua.

Es war vor gut 5 Wochen auf der anderen Seite von Costa Rica – in Puerto Viejo. Ich erinnere mich so gut daran, weil ich mich gewundert habe, von welchen Tieren das Gebrüll stammt. Zuerst hörte es sich für mich nach wilden Hunden an. Und dann habe ich gemerkt, dass keine Hunde so brüllen können. Es waren Affen.

Es gibt für mich nichts Besseres als morgens mit den Affen aufzustehen. Ich schlafe in einem offenen Raum. Es gibt keine Fenster und die Tür steht die ganze Nacht offen. Es ist ein Holzhaus und besteht zum größten Teil aus Bambus. Jederzeit könnten Tiere wie Eidechsen, Spinnen oder Grashüpfer auf mich krabbeln. Aber das macht mir nichts. Ich ziehe es jedem Raum mit Klimaanlage vor.

Für alle, die eine Reise nach Costa Rica planen und in der Natur übernachten wollen, sollte daher auf jeden Fall im Flutterby House vorbeischauen.

Ein Leben im Dschungel

Kannst du dir ein Leben fernab von der Stadt vorstellen? Ein Leben ohne Lieferdienst, Shopping Malls und Staus? Viele von uns träumen davon und doch leben es nur die wenigsten. Auch ich träume davon und aktuell lebe ich es nur zum Teil. Denn ich weiß nie, was mich am neuen Ort erwartet. Doch ich bin auf einem guten Weg und ich weiß, dass ich nicht in der Stadt leben möchte.

Ein Leben in der Stadt bedeutet für mich, dass ich Stress ausgesetzt bin. Meine Mama sagt immer, dass man sich Stress selbst macht. Damit hat sie Recht. Aber wenn du täglich gestresste Menschen in Hausflur, Tram und Büro triffst – wie kannst du da nicht gestresst sein? Kein Wunder, dass immer mehr Menschen sich abends nach einer ruhigen Stunde im Yoga Studio sehnen.

Ein Leben im Dschungel ist anders. Hier wachst du mit Affen auf und gehst den Grillen schlafen. Es ist ruhig und idyllisch. Im Hintergrund kann man das Meer hören und den leichten Wind.

Wenn die Affen rufen

Wenn die Affen rufen, bin ich wach. Es bedeutet, dass ein neuer Tag beginnt und ich gesund bin. Dafür bin ich dankbar. Ich wache in der Natur auf, die mir Sauerstoff und nächtliche Besuche von Mosquitos oder Grashüpfern schenkt. Doch nicht nur das. Wenn die Affen rufen, bin ich hellwach und weiß, dass mich ein neues Abenteuer erwartet.

Hier in Uvita an der Pazifikküste Costa Ricas ist es ruhig – noch. Denn in einer Woche startet das Envision Festival. Ein Festival, das tausende Hippies und Yogis anzieht. Bevor es losgeht, werde ich weiterziehen. Den Affen ist das nicht möglich. Sie können nicht einfach ihren Rucksack packen und sagen: „Hey, das ist mir gerade zu viel. Ich verziehe mich lieber.“

Wir Menschen haben es also gut. Wir können entscheiden, wohin wir gehen. Jeder von uns trifft die Entscheidung, wo und mit wem wir unser Leben verbringen. Für mich steht fest, dass ich in der Natur leben möchte. Mich hat es schon immer in die Natur gezogen. Es ist also ein ganz natürliches Verhalten. Zu meinem Leben gehören keine Klimaanlagen, kein morgendlicher Stau und keine wilden Partys.

Die Natur in Costa Rica

Schon als junges Mädchen habe ich von Costa Rica geträumt und jetzt bin ich hier. Am liebsten würde ich hier solange bleiben wie es geht und doch zieht es mich weiter. Das Gute ist, dass ein Land nicht von heute auf morgen verschwindet und ich jederzeit wiederkommen kann.

Was ich an Costa Rica liebe, sind sicherlich nicht die Preise. Was ich liebe, ist die Natur. Was ich liebe, sind die riesigen Palmen, bunten Pflanzen und wilden Tiere. Schlangen, Affen und Krokodile – all diese Tiere schleichen in Reichweite um mich herum. Und doch bleibe ich, solange ich kann. Denn weder ich noch die Affen brauchen eine Klimaanlage.

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