Loslassen


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Bald geht es los. Dann geht mein Flieger in anderes Land. Bis dahin habe ich Zeit, mich meinen Sachen zu widmen, sie zu organisieren und an Freunde, Bekannte, Bedürftige und Flüchtlinge zu geben. Je mehr ich mich damit beschäftige, um so schwerer fällt es mir.

Meine Couch, auf der ich seit Monaten schlafe. Meine Bücher, die mir so viele Ideen gegeben haben und meine CDs, die mich über viele Jahre begleitet haben.

Werde ich all das vermissen und für was gebe ich es auf?

Ich möchte die Freiheit spüren und in vollen Zügen genießen können. Ich möchte weg von all dem, was mich hier hält. Meine Ketten lösen und ohne Ballast in die Ferne ziehen.

Als ich vor wenigen Tagen alles gekündigt habe (Job, Wohnung, Versicherungen…), wurde mir erstmalig bewusst, dass die Sicherheit mehr und mehr verloren geht. Das Gefühl zu wissen, dass man bald nicht mehr in dem gewohnten Umfeld leben wird und sich auf ein großes Abenteuer begibt, dessen Fahrt und Ende offen ist. Aber mal ganz im Ernst, ist das nicht geil? Man, wenn ich darüber nachdenke und hier schreibe, freue ich mich so krass darauf, dass ich ein fettes Grinsen auf meinen Wangen verspüre. Ich verfalle direkt in Gedanken in Vorfreude auf die Freiheit, die ich so super krass vermisse. Mir wird einiges bewusst, wenn ich darüber nachdenke, was ich in den letzten Jahren hatte, was mir nicht viel gegeben hat. Ja, ich habe alles. Einen Job, in dem ich gut verdiene, eine Lebensversicherung und einen Bausparvertrag, die mir die Zukunft sichern sollen, eine Wohnung, die ich seit fast drei Jahren beziehe und die Sicherheit, die dadurch entsteht.

Was genau ist Sicherheit eigentlich?

Fühle ich mich sicherer, weil ich eine Wohnung habe, in die ich jederzeit wiederkehren kann und fühle ich mich sicherer, weil ich jeden Tag in ein Büro gehe, in dem ich eine Tätigkeit ausübe, die mich nicht zufrieden stellt?

Ich glaube, die Antwort liegt auf der Hand.

Klar, der Alltag ist abgesichert und mir kann nicht viel passieren. Was aber ist mit der Zufriedenheit, die du nicht mehr verspürst, weil du einen Job ausübst, der weder deiner Lebensideologie noch deinem Gewissen entspricht, du jedes Jahr auf deinen Urlaub oder die Rente hinarbeitest und du währenddessen dein Privatleben außer Acht lässt. Das ist dir nicht wichtig? Glückwunsch, dann befindest du dich an dem richtigen Ort und im richtigen Leben. Du musst nichts ändern, damit alles so bleibt wie es ist.

Was aber, wenn der Sinn in deinem Job, in deinem Alltag und deine allgemeine Lebenszufriedenheit dir super wichtig sind und du dir nicht vorstellen kannst, in dem einseitigen Käfig bis an dein Lebensende zu verbringen? Du siehst keinen Ausweg und es ist, als seist du in einem großen schwarzen Loch gefangen ohne Blick aufs Licht. Genauso ging es mir. Jeden Tag dasselbe Spiel, der gleiche Weg, die gleichen Probleme. Du fühlst dich wie im Hamsterrad und siehst kein Entkommen. Ich habe den Sprung nun fast geschafft. In die Freiheit, in mein Leben.

Ich werde dir auf meinem Blog erzählen, wie es ist, aus dem Hamsterrad zu springen und einen großen Salto hinzulegen. Wie du dich von Gedanken lösen und Dinge loslassen kannst, ohne sie zu verlieren. Wie du deine Freiheit und Zufriedenheit wiedererlangst, mit der du geboren wurdest, und du nicht mehr brauchst als dich und etwas Mut.

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