Unsere Batterien aufladen


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Wenn ich einen Spruch im Büroalltag überhaupt nicht mochte, dann ist es der folgende:

Ich muss wieder meine Batterien aufladen.

Der Satz hat mich oft zum Nachdenken gebracht. Was genau meinen die Leute damit, wenn sie sagen, dass sie zwei Wochen Urlaub brauchen, um ihre Batterien wieder aufzuladen? Ist das Leben wirklich dafür da, uns für einen Job und die Karriere aufzuopfern und die wenigen Urlaubstage im Jahr für das Aufladen unserer Lebensenergie zu nutzen?

Wie oft hören wir von Menschen, die direkt am ersten Urlaubstag krank im Bett liegen. Man könnte es als Zeichen dafür sehen, dass der Körper erschöpft ist. So macht der Satz Sinn.

Die Batterien sind leer, krank und kaputt. Sie müssen repariert und aufgeladen werden. Nur vergessen wir hier oft die Reparatur. Wir kümmern uns eingehend um die Aufladung und sobald die Akkus voll sind, geht es weiter. Bis zum nächsten Urlaub.

Die Erfüllung unseres Jobs

Wir arbeiten von morgens bis abends in einem Job, der uns nicht erfüllt. Das einzige, was er füllt, ist unser Konto. Das Konto bleibt nicht lange voll, weil wir konsumieren und kompensieren. Auch mir ging es so. Wir suchen nach einem Ausgleich zum Alltag, Stress und der Falle, in der wir gefangen sind.

Kennst Du das? Ich bin mir sicher, dass es Dir auch so geht oder – dann hast Du den Weg hinaus geschafft – es Dir zumindest auch mal so ging.

Sind wir uns eigentlich darüber im Klaren, dass wir unser Leben lang arbeiten, um nur ein Ziel zu erreichen – die Rente. Und dann ist die Rente da, wir sind 67 Jahre alt und unsere Knochen zerbrechlich. Wir haben kaum noch Antrieb und vielleicht sehen wir ja immer noch einen Grund, das Geld weiterhin an die Seite zu legen. Man weiß ja nie. Es könnte ja noch was kommen.

Wenn ich mir vorstelle, die nächsten 38 Jahre einen Job ausführen zu müssen, den ich nicht mag und der mir täglich Lebensenergie raubt, wird mir komisch. Ich bin glücklich, dass ich den Entschluss gefasst habe, den Schalter herumzudrehen und etwas zu tun, was mich erfüllt.

Du denkst, das ist in Deinem Fall nicht möglich?

Okay, dann lasse ich Dir den Gedanken. Ich bin jedenfalls davon überzeugt, dass jeder von uns für etwas geschaffen ist und jeder von uns seine Berufung finden kann, wenn er aktiv danach sucht. Aber nicht jeder hat den Mut, diesen Schritt zu gehen. Wenn Du zu diesen Personen gehört, lege Dich gemütlich in Deinen Sessel zurück und lasse Deine Träume an Dir vorüberziehen. Wenn Du aber den inneren Drang in Dir verspürst und Du schon seit Längerem Deine innere Stimme ignoriert hast, dann hol Dir jetzt einen Stift und schreibe Deine Träume und Ziele auf! Lass Deine innere Stimme sprechen!

Unsere Träume

Früher hatte ich immer den Wunsch, in der Rente all das zu machen, was ich während der Arbeitszeit nicht schaffen würde. Ein Buch schreiben, Südamerika bereisen und vieles mehr. Aber mal ganz im Ernst. Warum sollte ich so lange warten? Und warum solltest Du warten, bis Deine Träume in Erfüllung gehen?

Und was ist, wenn wir scheitern?

Diese Frage stelle ich mir immer wieder. Aber sie bleibt nicht lange. Denn ich bin mir sicher, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Egal wohin er mich führt, weiß ich, dass es sich lohnt, nicht nach hinten zu schauen, sondern mit einem Lächeln auf dem Gesicht in Richtung Zukunft zu gehen. Und genau das kannst Du auch!

Denke nicht an das, was war, sondern an das, was ist und kommen wird.

Das Café am Rande der Welt

Das Buch „Das Café am Rande der Welt“ von John Strelecky hat mir den Sand auf meinen Weg gelegt, der mich zum Neuanfang führte.

Es ist eine kurze Geschichte über einen Mann, der voller Vorfreude auf ein paar Tage Erholung auf der Autobahn steht, in einen Stau gerät und eine Umleitung nehmen muss. Diese führt ihn zu einem Café, in dem ihm wichtige Fragen zu seinem Leben gestellt werden.

Egal, wie alt Du bist und wie lange Du schon nach dem Sinn Deines Lebens suchst – das Buch wird Dir eine große Hilfe sein. Aber Vorsicht: es verführt dazu, es in einem Zug durchzulesen. 😉

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